Linux die Alternative zu
Microsoft
Kauft man sich einen neuen Computer, so ist er meist mit Microsoft Windows ausgestattet.
Verwunderlich ist dies nicht. Schließlich ist dieses Betriebssystem das Meistgenutzte, fast alle erhältlichen
Programme sind für Windows programmiert, und auch in den Medien erhält Microsofts Betriebssystem die größte
Aufmerksamkeit. Kein Wunder also, dass die meisten Computernutzer die Alternative zu Windows übersehen. Dabei
bietet Linux gravierende Vorteile, die für einen Computernutzer von großem Interesse sein könnten. Alleine schon
hinsichtlich der Sicherheit ist Linux eindeutig im Vorteil. Denn wer das Internet nutzt, vielleicht sogar seine
Bankgeschäfte per Web erledigt, möchte vor Spionageprogrammen sicher sein. Anderenfalls könnten die Konsequenzen
schwerwiegend sein. Zu oft schon hörte man von Vorfällen, bei denen Hacker die Pins und Tans eines Users
ausspionierten und später dessen Konto plünderten. Mit einem Sicherheitspaket soll man vor solchen Gefahren
angeblich geschützt sein. Doch ein Restrisiko bleibt bestehen. Die Hacker sind einfallsreich und entwickeln immer
neuere Angriffsstrategien, die dann für den einfachen Computernutzer zum Verhängnis werden können. Nutzt man jedoch
Linux als Betriebssystem, so ist das Risiko stark minimiert. Grund hierfür ist, dass auf den meisten Computern
Windows installiert ist und die Hacker daher die Viren auf dieses Betriebssystem abstimmen. Hat man Linux auf dem
Computer installiert, ist man hingegen immun gegen diese Schädlinge. Das heißt nicht, dass man gänzlich auf eine
Virensoftware verzichten kann. Auch für Linux gibt es mittlerweile Viren. Nur eben in einer weit geringeren Anzahl,
sodass die Gefahr erheblich reduziert ist.
Doch damit noch nicht genug an Vorteilen. Hinzu kommt nämlich noch die kostenlose
Programmauswahl. Als Windows-Nutzer ist man es hingegen gewohnt, dass man für jede Software einen Haufen Geld
ausgeben muss. Ein Brennprogramm kostet gut und gerne 80 Euro, ein Büropaket gar über 100 Euro, und möchte man auch
noch ein hochwertiges Videoschnittprogramm besitzen, kann man bis zu 500 Euro bezahlen. Diese Investitionen sind
Linux-Anwendern völlig fremd. Im Internet sind haufenweise Programme zu finden, die von freien Programmierern
erstellt wurden und kostenlos heruntergeladen werden dürfen. Qualitativ sind diese Programme keinesfalls den
Windows-Varianten unterlegen; sie sind eben nur gratis. Diese Vorteile weckten bei vielen Computer-Anwendern solch
eine Begeisterung, dass um Linux mittlerweile ein richtiger Fankult entstanden ist. Selbst Fanartikel, wie zum
Beispiel Linux T-Shirts, sind mittlerweile erhältlich. Und man kann davon ausgehen, dass der Fankreis zukünftig
noch gravierend ansteigen wird.
Doch bei aller Begeisterung für Linux sollte man nicht außer Acht lassen, dass es auch
Nachteile gibt. Speziell hinsichtlich der Kompatibilität mit Hardware-Produkten kann es Schwierigkeiten geben. Die
meisten Hersteller liefern ihre Drucker, Scanner etc. lediglich mit einem Windows-Treiber aus. Als Linux-Anwender
ist man also darauf angewiesen, dass freie Programmierer einen passenden Linux-Treiber fertig stellen. Dies
geschieht meist bei bekannten Hardware-Artikeln, und daher muss man als Linux-Anwender eher auf gängige Produkte
setzen.
Ähnlich verhält es sich hinsichtlich der Software. Die meisten Programme sind für Windows angedacht und sind unter
Linux zunächst nicht lauffähig. Möchte man sie dennoch nutzen, sollte die Software Wine installiert sein. Diese
macht Windows-Programme unter Linux lauffähig. Teilweise leidet darunter zwar die Geschwindigkeit, letztendlich ist
es aber meist ausreichend.
Wie überall im Leben gibt es also auch bei Linux Vor- und Nachteile. Für welches
Betriebssystem man sich letztendlich entscheidet, muss jeder für sich selber wissen und hängt von dem eigenen
individuellen Nutzungszweck ab. Legt man großen Wert auf maximale Sicherheit und ein großes Angebot an kostenlosen
Programmen, fährt man mit Linux jedenfalls besser.
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